Der Friedhof von Poblenou, Cementiri del Poblenou, ist auch als der alte oder östliche Friedhof bekannt, da er zur Zeit seiner Errichtung östlich der mittelalterlichen Stadtmauern am Meer lag. Heute gehört er vollständig zum Stadtgebiet Barcelonas.
Der Friedhof lässt sich in zwei Bereiche unterteilen: den ursprünglichen Friedhof aus dem 18. Jahrhundert, den Besucher beim Betreten zuerst sehen, und die Erweiterung aus dem 19. Jahrhundert, in der wohlhabende Familien Barcelonas prächtige Gräber und Mausoleen errichten ließen. Dieser Teil enthält viele der künstlerisch bedeutendsten Skulpturen und ist die Ruhestätte zahlreicher bedeutender Architekten der Stadt.
Der Friedhof von Poblenou, Cementiri del Poblenou, ist einer der historischsten Begräbnisorte Barcelonas und wird häufig als östlicher Friedhof bezeichnet. Als er erbaut wurde, lag er außerhalb der Stadtmauern und nahe am Meer, weit entfernt von den überfüllten Pfarrfriedhöfen der Altstadt. Heute liegt er im modernen Stadtteil Poblenou, bewahrt jedoch seine ruhige, kontemplative Atmosphäre.
Der Friedhof ist in zwei deutlich unterschiedliche Zonen unterteilt. Der erste Bereich stammt aus dem späten 18. Jahrhundert und bildet den ursprünglichen Grundriss. Dahinter befindet sich die große Erweiterung aus dem 19. Jahrhundert, die in einer Phase wirtschaftlichen Wachstums entstand, als Barcelonas reichste Familien aufwendige Gräber und Mausoleen in Auftrag gaben. Dieser Bereich beherbergt einige der beeindruckendsten Grabskulpturen der Stadt und ist die Ruhestätte mehrerer bedeutender katalanischer Architekten, Künstler und Intellektueller.
Zwischen den bescheideneren Gräbern finden sich solche, die lokale Geschichten und Traditionen widerspiegeln. Besonders bekannt ist das Grab des santet — des „kleinen Heiligen von Poblenou“ — eines jungen Mannes, der mit 22 Jahren starb und bis heute für seine Güte verehrt wird. Der Friedhof enthält auch charakteristische Roma‑Gräber mit auffallend realistischen Skulpturen, darunter die eines eleganten Mannes mit einer Zigarettenschachtel in der Tasche.
Die berühmteste Statue des Friedhofs ist der eindringliche Kuss des Todes, Petó de la Mort, geschaffen 1930 vom Bildhauer Jaume Barba. Die Skulptur zeigt ein geflügeltes Skelett, das einem jungen Mann im Moment des Todes einen Kuss gibt. Sie krönt das Grab des Textilhändlers Josep Llaudet Soler und enthält ein Gedicht des katalanischen Dichters Jacint Verdaguer. Heute gehört sie zu den meistfotografierten und symbolträchtigsten Grabskulpturen Barcelonas.
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Ein Besuch des Friedhofs von Poblenou ist eine ruhige und nachdenkliche Erfahrung. Der Friedhof bleibt den ganzen Tag über still, mit breiten Alleen, neoklassizistischer Architektur und kunstvoll gestalteten Gräbern, die ihm eher die Atmosphäre eines Freilichtmuseums als eines traditionellen Begräbnisplatzes verleihen. Besucher können in ihrem eigenen Tempo umhergehen und sowohl den ursprünglichen Teil aus dem 18. Jahrhundert als auch die große Erweiterung aus dem 19. Jahrhundert erkunden.
Die beliebteste Route führt durch die monumentale Zone, wo sich aufwendige Mausoleen, Familiengruften und einige der schönsten Grabkunstwerke Barcelonas befinden. Für viele ist der Höhepunkt der berühmte Kuss des Todes (Petó de la Mort), eine der meistfotografierten Skulpturen der Stadt. Die kostenlosen Führungen, die zweimal im Monat angeboten werden, geben tiefere Einblicke in die Symbolik, Architektur und Geschichten hinter den bedeutendsten Gräbern.
Da der Friedhof größtenteils offen und der Sonne ausgesetzt ist, empfiehlt sich ein Besuch am Morgen oder späten Nachmittag, besonders in den wärmeren Monaten. Fotografieren ist erlaubt, jedoch sollten Besucher respektvoll bleiben, da es sich weiterhin um einen aktiven Friedhof handelt.
Der Tag der Toten, Día de los Muertos, in Spanien als Allerheiligen bekannt, ist ein nationaler Feiertag am 1. November. Eng verbunden mit christlichen Traditionen ist es ein Tag, an dem Familien zusammenkommen, um verstorbene Angehörige zu ehren und zu erinnern. Friedhöfe im ganzen Land, einschließlich Poblenou, sind zu dieser Zeit besonders gut besucht.
Wenn Sie den Friedhof tagsüber besuchen, sollten Sie unbedingt die kostenlose Karte am Eingang mitnehmen. Sie enthält eine vorgeschlagene Route sowie QR‑Codes mit Informationen zu den historisch bedeutendsten Gräbern.
Auf dem Friedhof gibt es nur sehr wenig Schatten, daher ist es ratsam, Sonnenschutz mitzunehmen, besonders in den wärmeren Monaten. Die breiten Alleen sind leicht zu begehen, aber bequemes Schuhwerk wird empfohlen, wenn Sie sowohl den Bereich aus dem 18. als auch aus dem 19. Jahrhundert erkunden möchten.
Am Eingang ist in der Regel eine kostenlose gedruckte Karte erhältlich. Sie enthält eine vorgeschlagene Route sowie QR‑Codes mit Informationen zu den bedeutendsten Gräbern und Skulpturen des Friedhofs.
Adresse: Avenida d'Icària 204, Barcelona, 08005
Metro: Llacuna (L4 – Gelbe Linie) ist die nächstgelegene TMB‑Station.
Für Fahrten mit dem Metro‑ und Busnetz nutzen Sie ein T‑Casual-Ticket oder die Hola Barcelona-Karte, die unbegrenzte Fahrten für 48–120 Stunden bietet.
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Bewerte Cementiri del Poblenou – Der östliche Friedhof von Barcelona & Kiss of Death
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