Bewohner und Besucher Spaniens sollten die Kiefernprozessionsspinner‑Raupe (Thaumetopoea pityocampa) kennen, auf Spanisch Oruga Procesionaria de Pino genannt, besonders wenn Sie mit Haustieren in städtischen Parks spazieren gehen, mit Kindern und Tieren wandern oder sich in der Nähe oder unter Kiefern aufhalten, die häufig die Strände Spaniens säumen.
Diese Raupen sind mit giftigen Brennhaaren bedeckt, die bei Kontakt mit menschlicher oder tierischer Haut leichte bis schwere allergische Reaktionen auslösen können. Dadurch sind sie gefährlich für Kinder und Erwachsene und potenziell tödlich für Hunde und Katzen.
In diesem Artikel erkläre ich, was Kiefernprozessionsspinner‑Raupen sind, welche Symptome ein Kontakt verursachen kann, wie man sie vermeidet und welche Vorsichtsmaßnahmen man in der Natur in Spanien treffen sollte.
Kiefernprozessionsspinner‑Raupen sind in der Regel drei bis vier Zentimeter lang (etwa 2 Zoll) und warm gelb, orange oder braun gefärbt. Ihre Körper sind mit Millionen von Haaren bedeckt, die als winzige giftige Widerhaken zum Schutz dienen.
Sie schlüpfen aus Eiern (normalerweise im Frühjahr), die in großen, spinnennetzartigen Nestern abgelegt werden, die zwischen den Nadeln von Kiefern hängen. Diese Nester dienen als Basis, während die Raupen am Baum fressen, bis sie groß genug sind, um zum Boden hinabzusteigen. Am Boden bilden sie eine Kette — manchmal bis zu zwei Meter lang — von Raupen (daher der Name „Prozessionsspinner“), um einen geeigneten Ort im Erdreich zur Verpuppung zu finden.
Kiefernprozessionsspinner‑Raupen nisten in lockerem Boden oder unter Steinen, wo sie sich eingraben und Kokons bilden, in denen sie sich zu Motten entwickeln. Studien zeigen, dass sie nachts weite Strecken zurücklegen, um an weit entfernten Kiefern zu fressen, selbst bei Frost. Auch tagsüber bewegen sie sich in langen Ketten.
Die erwachsene Motte schlüpft meist im Herbst und fliegt dann zurück in die Kiefern, um Eier zu legen. Jede Motte kann etwa 300 Eier in einer klebrigen Masse ablegen, die an Kiefernnadeln haftet.
Der Kiefernprozessionsspinner hat nur wenige natürliche Feinde, obwohl einige Vogelarten ihn fressen. Wenn sich die Populationen unkontrolliert vermehren, können sie große Schäden in Kiefernwäldern verursachen, indem sie große Mengen Nadeln fressen.
Prozessionsspinner‑Raupen sind am häufigsten im Frühling, können jedoch je nach Temperatur von Dezember bis März auftreten. In einigen Hochgebirgs‑Kiefernwäldern können sie auch im Sommer vorkommen.
Am gefährlichsten sind sie, wenn sie sich als Raupen am Boden fortbewegen, da sie dann leicht für Menschen und Haustiere erreichbar sind.
Die Millionen Haare der Kiefernprozessionsspinner‑Raupe enthalten ein Protein namens Thaumetopoein, das in kleinen Mengen einen Ausschlag ähnlich einer Brennnesselreaktion verursachen kann. In schwereren Fällen kann es starke Hautreaktionen und Entzündungen auslösen. Die Haare wirken wie winzige Pfeile, die sich von der Raupe lösen und in die Haut des Opfers eindringen.
Für Hunde (und Katzen) können die giftigen Haare ernsthafte Probleme verursachen, wenn sie direkt mit Nase oder Zunge in Kontakt kommen oder wenn die Haare im Fell hängen bleiben und später beim Putzen verschluckt werden.
Die Haare bleiben auch nach dem Tod der Raupen giftig. Zerdrückte Raupen auf Straßen sind weiterhin gefährlich — nicht darauf treten und Haustiere nicht schnüffeln, lecken oder fressen lassen. Die Haare können sich auch beim Kriechen lösen.
Die Gefahr durch Kiefernprozessionsspinner‑Raupen sollte nicht unterschätzt werden.
Beim Spaziergang in Parks und Gärten innerhalb von Städten ist es wahrscheinlich, dass die Stadtverwaltung Maßnahmen zur Bekämpfung der Raupen ergreift — man sollte jedoch niemals selbstverständlich davon ausgehen. In Barcelona führt die Stadt Maßnahmen zur Kontrolle der Prozessionsspinner‑Raupen in städtischen Parks und Gärten durch.
Die einzige wirklich zuverlässige Möglichkeit, Ihren Hund vor Prozessionsspinner‑Raupen zu schützen, besteht darin, Kiefernwälder mit Nestern von Ende Dezember bis zum Sommer zu meiden — was in vielen Regionen Spaniens äußerst schwierig ist.
Maßnahmen, wenn ein Mensch mit Prozessionsspinnerraupen in Kontakt kommt:
Menschen reagieren unterschiedlich. Ein leichter Ausschlag kann auf eine Antihistamincreme ansprechen, aber bei starker Schwellung, intensiven Schmerzen oder Atembeschwerden ist sofortige medizinische Hilfe notwendig.
Wenn ein Kind eine Kiefernprozessionsspinnerraupe berührt, suchen Sie sofort einen Arzt auf. Wenn das Kind die betroffene Hand in den Mund genommen hat oder eine Raupe in den Mund gelangt ist, rufen Sie umgehend die 112 an, damit Fachpersonal Sie anleiten kann, bis Hilfe eintrifft.
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Jeder Tierhalter sollte eine Notfallliste griffbereit haben, und hier teile ich meine. Die untenstehenden Links enthalten außerdem tierärztliche Hinweise zu Prozessionsspinnerraupen, besonders hilfreich für alle, die mit ihrem Hund wandern.
Wenn Sie ein Nest des Kiefernprozessionsspinners auf Ihrem Grundstück finden, sollten Sie nicht versuchen, es selbst zu entfernen. Kontaktieren Sie ein professionelles Schädlingsbekämpfungsunternehmen, um eine sichere Entfernung zu gewährleisten und eine Exposition gegenüber den giftigen Haaren zu vermeiden.
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